Brennholz kaufen oder selbst schlagen

Wer als Besitzer oder Eigentümer eines Kaminofens oder eines Kachelofens schon mal Brennholz gekauft hat, weiß, dass Brennholz nicht gleich Brennholz ist. Unterschiedliche Brennholzarten bis hin zu unterschiedlichsten Brennholz Qualitäten erwarten, dass man sich doch etwas mit dem Thema Brennholz beschäftigt. Auch der Preis von Brennholz ist ein wichtiger Punkt beim Brennholzkauf. Je nach Stadium des Holzes, angefangen vom Baum, der zu Fällen ist, bis hin zu gut gelagerten Brennholz, ofenfertig gesägt und gespalten, gibt es alle Varianten. Und dabei kommt dann auch der Preis für das Brennholz ins Spiel!

Brennholz kaufen oder selbst schlagen ist natürlich nur interessant, wenn man bereits einen Festbrennstoffofen hat, oder wenn der Kauf eines Kaminofens in Betracht gezogen wird.
 

Bildquelle: Katharina Wieland Müller, pixelio.de

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Brennholz selbst schlagen

Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de

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Die günstigste Variante ist sicher ein eigener Baumbestand. Aber wer nicht in der Forstwirtschaft tätig ist, hat hier erst Mal das Nachsehen. Wer aber diese Art, selbst Hand anzulegen, schätzt und sich auch körperlich in der Lage sieht, Bäume zu fällen, der kann sich über das örtliche Forstamt ein Waldstück zuteilen lassen. Der Förster markiert die Bäume, die gefällt werden dürfen. Wichtig ist dabei, dass die Bäume, die vom Förster markiert wurden, auch wirklich gefällt werden. Dabei muss auch der Zeitraum berücksichtigt werden, in dem Bäume gefällt werden dürfen. Zuverlässigkeit ist hier ein wesentlicher Punkt, der dem Forstamt gegenüber im Vordergrund steht. Natürlich ist auch hier ein Obolus an das Forstamt fällig. Dieser Obolus ist relativ niedrig, da mit der Zuteilung auch die Arbeit des Baumfällens abgegeben wird.
 

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Sägeschein

Aus Sicherheitsgründen muss mittlerweile bei fast allen Forstämtern, die eine Schlagegenehmigung erteilen, ein Sägeschein vorgelegt bzw. nachgewiesen werden. Der Sägeschein ist ein Qualifizierungsnachweis für private Holzfäller die selbst Brennholz schlagen wollen. Der Sägeschein ist eine Unterweisung im Umgang mit Kettensäge und Axt. Er beinhaltet auch die verschiedenen Holzarten und auch das individuelle Bruchverhalten der jeweiligen Holzarten. Die Prüfung für den Sägeschein (Führerschein für Kettensägen) kann bei den Forstämtern abgelegt werden.
 


 
Es gibt noch weitere Sicherheitsbestimmungen, die zwingend einzuhalten sind. Dazu gehört unter anderem, dass Holzfällarbeiten “nicht allein” ausgeführt werden dürfen. Dazu zählt allerdings nicht, den Hund in den Wald mitzunehmen!

Da die Zuverlässigkeit der privaten Holzfäller aber immer mehr nachgelassen hat, sind manche Forstämter nicht mehr bereit, das Holzfällen Privatpersonen zu überlassen!

Werkzeug und Schutzkleidung

Brennholz selbst schlagen ist dann interessant, wenn das passende Werkzeug und die passende Schutzkleidung bereits zum Haushalt gehört. Ansonsten müssen die Anschaffungskosten für Kettensäge, Äxte, aber auch für die Schutzkleidung, berücksichtigt werden. Angefangen bei den Schuhen, sind Sicherheitsschuhe mit gutem Profil und mit Stahlkappe sehr wichtig. Bei der Schutzkleidung ist darauf zu achten, dass es sich um Schnittschutzkleidung handelt. Zur Schutzbekleidung gehört eine schnittfeste Hose und eine dazugehörige Jacke. Ebenfalls dazu gehört auch ein Forsthelm, Schutzbrille und natürlich auch schnittfeste Handschuhe.
 


 

Lagerung des Brennholzes

Bildquelle: H.D.Volz, pixelio.de

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Das frisch geschlagene Holz muss gelagert werden, trocken (geschützt vor Regen), draußen. Optimaler Zeitraum für die Lagerung ist 1 Jahr. Mindestlagerzeit für Brennholz ist ein halbes Jahr. Da die Feuchtigkeit im Holz bei kürzer Lagerzeit ansonsten zu hoch ist. Bei längerer Lagerung nimmt die Qualität des Holzes schnell ab, meist dann, wenn der Lagerungsort nicht optimal gewählt ist. Schädlingsbefall oder Verrottung des Holzes sind die Risiken. Bei perfekter Lagerung ist eine mehrjährige Lagerung kein Problem. Bei mehrjähriger Lagerung sollte das Holz in regelmässigen Abständen umgesetzt werden.
 

Brennholz kaufen

Beim Holzkauf gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist die Holzversteigerung durch die Forstämter. Termine der Holzversteigerungen finden sich in den örtlichen Zeitungen oder können beim Forstamt erfragt werden.

Bildquelle: R K B y berggeist007, pixelio.de

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Zum Teil kann Holz auch direkt beim Forstamt bezogen werden. Das Holz steht zur Abholung bereit am Waldrand. Das bedeutet auch, die Abholung muss organisiert werden mit dem entsprechenden Gefährt oder mit einem Anhänger. Meist ist das Holz aber nur auf Meterstücke gesägt. Also auch hier ist noch Handarbeit zu leisten. Ist aber deshalb noch relativ günstig. Je nach Holzart und Region kann der Preis zwischen 30 und 60 Euro je Raummeter, bei eigener Abholung, liegen.

Auch der Kauf direkt beim Bauern bzw. Landwirt mit Forstwirtschaft kann sich auszahlen. Dabei kann das Holz, bereits zum Verbrauch vorbereitet, gesägt und fertig gespalten, bis vor die Haustüre geliefert werden. Hier gibt es alle Varianten, die sich dann auch im Preis spiegeln.

Es ist wichtig, Holz nicht per Telefon zu kaufen, sondern einen Termin zu vereinbaren und das Holz zu besichtigen. Aber wer schlechtes Holz liefert, kommt als zukünftiger Partner beim Holzkauf nicht mehr in Betracht. Das weiß auch der Verkäufer!

Und natürlich kann Brennholz auch im Baumarkt bezogen werden.

 
OBI- Mehr Baumarkt!
 

Was ist ein Raummeter?

Der Raummeter oder auch Ster ist ein Raummaß für Holz und die gebräuchlichste Maßeinheit beim Handel mit Brennholz. Ein Raummeter entspricht einem Würfel von einem Meter (1 m) Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter (1 m³) 1-metriger, geschichteter Holzscheite, einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.
Quelle: Wikipedia

 

Brennwert von Holz

Jede Holzart hat einen anderen Brennwert. Grundsätzlich gilt, Hartholz zum Beispiel Buche oder Eiche hat einen höheren Brenntwert, als Weichholz zum Beispiel Fichte oder Tanne. Den Brennwert kann man auch ungefähr am Gewicht eines Holzscheits bemessen. Ein Bucheholzscheit ist viel schwerer als ein Fichteholzscheit.
 

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Für alle Holzarten gilt, dass es nach dem Schlagen gelagert werden muss, da ansonsten die Feuchtigkeit im Holz zu hoch ist. Die Lagerzeit hat Auswirkungen auf den Brennwert des Holzes. Optimal ist eine Lagerung von einem Jahr. Bei längerer oder falscher Lagerzeit steigt das Risiko von Ungezieferbefall. Gut zu erkennen an kleinen Löchern in den Holzscheiten. Auch wenn das Holz bereits verrottet oder von Schimmel befallen ist, ist das nicht gut und wirkt sich auf den Brennwert aus.

 

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